Es ist nicht leicht, als junger und dynamischer Architekt in Frankfurt Fuß zu fassen. Die Konkurrenz ist sehr groß und es wird eine Weile dauern, bis ein Kundenstamm entsteht. Deswegen scheuen viele Architekten auch den Weg in die Selbstständigkeit. Sie arbeiten lieber für ein Architekturbüro als Angestellte.
Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Als Angestellter ist der Einfluss auf die kreative Gestaltung geringer als in einem eigenen Unternehmen. Aber dafür sind auch die wirtschaftlichen Risiken nicht so groß. Ein Architekt, der als Freiberufler arbeitet, muss damit umgehen können, dass es wenigstens in den ersten Jahren eine große finanzielle Unsicherheit gibt. Hinzu kommt, dass Architekten auch für eventuelle Fehler haftbar gemacht werden können. Als Selbstständiger kann dies den wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten, wenn die Versicherung nicht vollständig für die Kosten aufkommt. Als Angestellter wäre die schlimmste Folge der Verlust des Arbeitsplatzes.
Architekten müssen sich stets mit den finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Während ein Maler oder Bildhauer sich über solche Fragen viel weniger Gedanken machen muss, gehören sie für den Architekten zum täglichen Brot. Mit diesen Fragestellungen sollte man sich schon während des Studiums beschäftigen. Viele Fehleinschätzungen können so vermieden werden. Auch der Rat von erfahrenen Kollegen kann Gold wert sein. |